Heinz-Dieter Altmann:

Rohstoffe für Calciumsulfat-Fließestriche:
Sichere Basis in guter Qualität

   
 

Von den vier unterschiedlichen Rohstoffen für Fließestriche sind der Naturanhydrit und der synthethische Anhydrit schon seit Jahren bekannt. Seit Anfang der neunziger Jahre kommen zunehmend auch gebrannte Materialien zum Einsatz, weil ganz einfach mit den gesetzlichen Regelungen zur Entschwefelung der Abgase von Kraftwerken große Mengen an Gipsen anfallen, die von guter Qualität sind und weiterveredelt werden können. Abgesehen von den bekannten stofflichen Vorteilen ist allen Calciumsulfaten dabei gemeinsam, dass sie zur Herstellung nur einen geringen Energiebedarf erfordern und so die Energieressourcen wesentlich weniger als die konventionellen Bindemittel Zement und Branntkalk beanspruchen.

 
   
 

Deutschland verfügt über reiche und qualitativ erstklassige Vorkommen an Naturanhydrit, die auch für die nächsten Jahre in nahezu unbegrenzter Menge nutzbar sind. Die daraus hergestellten Fließestriche erfüllen hohe Qualitätsansprüche. Der synthetische Anhydrit ist im Aufkommen an die Herstellung von Fluorwasserstoff gebunden. Da es aber derzeit eine gesicherte Produktion gibt, sind ausreichende Mengen an synthetischem Anhydrit von den bekannten Herstellern in guter Qualität auf dem Markt.

 
   
 

Die Produktion von thermischem Anhydrit erreichte erst ab etwa 1991 eine nennenswerte Größe. Inzwischen sind aber die produzierten Mengen in den bestehenden und neu erstellten Anlagen gravierend gesteigert worden. Die vorhandenen Anlagenkapazitäten sind momentan noch nicht einmal ausgelastet.

 
   
 

Ähnliches lässt sich zum Einsatz von Branntgips in Form von Alpha-Halbhydrat sagen. Speziell hier werden zur Zeit noch neue Anlagen konzipiert und erstellt. Zusammenfassend kann eingeschätzt werden, dass ausreichende Mengen an Rohstoff für die Herstellung von Calciumsulfat-Fließestrichen in guter Qualität heute und auch zukünftig zur Verfügung stehen. Die Rohstoffbasis wird in keiner Form, weder qualitativ noch quantitativ, die Marktausweitung der Fließestriche behindern.

 
 


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