Keine Gefahr durch aufrechten Gang:

Fließestrich reduziert Krankheitsrisiko
des Estrichlegers

   
 

Estrichleger arbeiten gefährlich. Wie gefährlich, zeigt eine neue Studie: Danach zählt der Estrichleger zu den zehn gefährlichsten Berufen überhaupt. Hinter den Spitzenreitern wie „Bergmann" oder „Fahrzeugreiniger" landet der homo astricus auf dem sechsten Platz.

 
   
 

Bei den Bauberufen steht der Estrichleger damit an erster Stelle, das Berufsunfähigkeits-risiko liegt mit 73,1 % erschreckend hoch. Hauptgrund für diese negative Bewertung: die hohe körperliche Belastung für Knie und Kreuz. Denn der Estrichleger geht regelmäßig wohl am häufigsten zu Boden - nämlich jeden Morgen aufs neue. Zum Abziehen und Glätten des Estrichs muss er auf den Knien herumrutschen, oft nur auf eine Hand gestützt. Dazu kommt die anstrengende und belastende Drehbewegung mit der Schaufel, um den nassen und schweren Mörtel im Raum zu verteilen - fünfzehn Tonnen am Tag, denn soviel schafft eine Estrichkolonne im Schnitt.  
 

Das geht auf die Knochen.

 
 

Dieses Fazit zieht auch der Arbeitsmedizinische Dienst der Bau-Berufsgenossenschaft (AMD). In mehreren Untersuchungen konnten die Ärzte belegen, dass Estrichleger zu den Berufsgruppen mit den meisten Erkrankungen gehören. Mehr als zehn Prozent leiden unter Krankheiten, die man auch als berufstypisch bezeichnet. Die Liste ist lang: Schleimbeutelerkrankungen am Knie, Meniskusschäden, Bandscheibenschäden und Wirbelsäulenerkrankungen, Schwerhörigkeit durch Lärm sowie Hauterkrankungen.

        
   
 

 

 

 

Versuche, die Krankheiten zu kurieren, gibt es genug: Fast zwanzig Prozent aller Estrichleger müssen zur Kur – mehr als alle anderen Berufsgruppen am Bau, die körperlich beansprucht sind. Besonders häufig, so die Arbeitsmediziner, treten gesundheitliche Belastungen „in der Gruppe der Wohnungsbau-Estrichleger auf, bei denen konven-

 
 

tionelle Arbeitstechniken herrschen."

 
 

 

 
 

Zur konventionellen„Knochenarbeit" gibt es eine leichte Alternative: Fließestrich auf Caiciumsulfatbasis. Sein Einbau schont die Gesundheit des Estrichlegers. Auch der Arbeitsmedizinische Dienst empfiehlt im „AMD-Spezial" den  Estrichlegern, die Belastungen der Wirbelsäule durch ungünstige Körperhaltungen zu vermeiden: „Dazu gehört zum Beispiel die Verwendung von Fließestrich." Der traditionelle „Kniefall" des Estrichlegers gehört damit der Vergangenheit an. Die Wirbelsäule wird entlastet, der Einbau mit dem Schlauch verhilft dem Estrichleger zum „aufrechten Gang" am Arbeitsplatz. Und diese Haltung bedeutet auch für den Estrichunternehmer keine Gefahr. Denn ein Estrichleger mit gesunden Knien „legt länger". Und weniger krankheitsbedingte Ausfallzeiten, weniger Meniskusoperationen, weniger Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen belasten auch die gesamte Volkswirtschaft weniger.

 
 


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