Chromatgehalt bei Calciumsulfat:
Null
 
   
 

Dass der Umgang mit Zement beim Verarbeiter zu gesundheitlichen Problemen führen kann, ist bekannt. Dabei steht der Chromatgehalt von Zementestrichen immer wieder im Brennpunkt. Kein Wunder: Die im Zement enthaltenen Chromate verursachen auch die bekannte „Maurerkrätze" - schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen für den Estrichleger sind die Folgen. Der Schaden für die Bauwirtschaft ist immens:

 
 


Die "Maurerkrätze" entsteht ...

 

Durch zementbedingte Hauterkrankungen bei Estrichlegern, Fliesenlegern und Maurern entstehen den Bau-Berufsgenossenschaften Kosten von rund 70 Millionen Mark jährlich - von den Lohnfortzahlungskosten, die die Arbeitgeber belasten, ganz zu schweigen. Bereits die „Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 613" vom April 1993 sehen die Verpflichtung vor, wenn möglich chromatarme Zemente zu verwenden. Die Zementindustrie reagiert jetzt auf das alte Problem mit einer neuen Branchenvereinbarung: Ab diesem Jahr wird in Süddeutschland, ab dem Jahr 2000 in ganz Deutschland nur noch chromatreduzierter Zement als Sackware hergestellt und angeboten.
 

 
 
 

Dabei, so die Vereinbarung, muss der Chromatgehalt kleiner als 2 ppm sein, gemessen an der Trockenmasse des Produkts. Kritische Stimmen kamen dazu vom Bundesverband Estrich und Belag (BEB): „Besser wäre es, wenn dieser Chromatgehalt an der Trockenmasse des Zements festgestellt wird." Die Reduzierung des Chromats wird dadurch erreicht, dass dem Zement ein Zusatzmittel (Eisen-2-Sulfat) beigegeben wird.

Für den Verarbeiter noch besser - und gesünder - ist es freilich, wenn der Estrich überhaupt kein Chromat enthält.

 
 

... durch den Umgang mit chromathaltigem Zementmörtel,

     
 
 

Schon in den TRGS 613 ist klar formuliert: „Wenn Stoffe oder Zubereitungen mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko erhältlich sind, sollen diese verwendet werden." Estriche auf CaIciumsulfat-Basis entsprechen dieser Forderung ideal: Sie waren schon immer chromatfrei. Und Schädigungen wie Atemwegsallergien durch Zementstaub oder Hautschädigungen  aufgrund  von  Alkalität,  wie sie

 
 

... ein hohes gesundheitliches Risiko für den Estrichleger.

  der chromatreduzierte Zementestrich hervorruft, sind beim Calciumsulfatestrich nicht zu befürchten.  
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