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Dipl.-Ing.
Wolfgang Retsch:
Druckfestigkeit von Polystyrol
bei hoch wärmegedämmten Böden
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Bei hoch wärmegedämmten Bodenkonstruktionen mit
Dämmstoffen der Wärmeleitfähigkeitsgruppe WGL 040 fordert die
Wärmeschutzverordnung heute schon eine Dämmstoffdicke von bis zu 100
mm. Dabei wird die Dämmkonstruktion zweilagig aufgebaut (Wärmedämmung
plus Trittschalldämmung). Besonders häufig werden dafür die
entsprechenden Typen aus "Polystyrol-Hartschaum" (z. B. Styropor)
verwendet. |
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Sicherheit für Ränder und Ecken
Auch bei höheren Verkehrslasten und zusätzlicher
Punktbelastung an den Rändern und Ecken, wie sie sich in Wohnbereichen
durch die Aufstellung von Möbeln ergeben, zeigt sich lediglich in der
weich federnden Trittschall-Dämmschicht eine geringe Verformung im
Rahmen der zulässigen Grenzwerte. Die Tragfähigkeit der
druckverteilenden Estrichschicht ist für diese Konstruktionen
ausreichend. |
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20 cm Dicke bei Niedrigenergiehäusern
Bei Niedrigenergiehäusern werden in Zukunft weit
höhere Dämmstoffdicken eingebaut. Es soll die Frage geklärt werden,
wie sich eine Dämmkonstruktion aus
Polystyrol-Hartschaum von z. B. 20
cm auf Dauer verhält, ob zusätzliche Stauchungen der Dämmschicht zu
erwarten sind, und welchen Einfluss sie auf die Tragfähigkeit des
schwimmenden Estrichs haben. Die Belastbarkeit von Wärmedämmplatten
aus Polystyrol-Hartschaum wird bei einer Stauchung von 2 % angegeben.
Theoretisch muss also damit gerechnet werden, dass sich bei hohen
Punktlasten eine stärkere Absenkung der Estrichplatte an den Rändern
oder in den Ecken ergibt. |
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Keine signifikante Verformung
Am Otto-Graf-Institut in Stuttgart wurden dazu
Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurde eine Dämmschicht aus 200 mm
PS 20 SE eingesetzt, wie sie heute bei Niedrigenergiehäusern durchaus
üblich und sinnvoll ist. Dabei wurde festgestellt, dass sich bei einer
punktförmigen Last von 2,5 kN in der Mitte des Versuchsaufbaus
gegenüber einer 40 mm dicken Dämmschicht die Einsenkung von 0,50 mm
auf 0,63 mm erhöht. Das lässt den Schluss zu, dass die Dicke der
Dämmschicht bei der zu erwartenden Verformung der Gesamtkonstruktion
eine zu vernachlässigende Rolle spielt. Sind aus konstruktiven Gründen
niedrigere Aufbauhöhen erforderlich, so können mit dem
weiterentwickelten PS 20 SE/WGL 035 einige Zentimeter eingespart
werden. |
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