Fließestrich auf der Basis von Calciumsulfat behält auch bei sommerlichen Temperaturen seine Qualität und seine vorteilhaften Eigenschaften, wenn man die folgenden Hinweise beachtet.

Keine Angst vor heißen Tagen!

 

   
 

Wenn bei den Bauleuten unter der sommerlichen Sonne auf der Baustelle der Schweiß rinnt, dann kommen auch manche Baustoffe ins „Schwitzen". Im Klartext: Die hohen Temperaturen lassen das Anmachwasser vor allem an der Oberfläche von frisch erstellten Bauteilen verdunsten. Das gilt gleichermaßen für Mörtel, Betone und Estriche. Erfahrene Baufachleute wissen, dass ein schnelleres Austrocknen nicht nur Vorteile für das Bautempo bringt, sondern auch eine Gefahr für die Qualität: Wasser ist notwendig, damit sich Kristallstrukturen bilden, in die feine und grobe Bestandteile der Zuschlagstoffe fest eingebettet werden. Fehlt das Wasser, kann es zu einer verminderten Festigkeitsentwicklung kommen. Trotzdem: Keine Angst vor heißen Tagen! Fließestrich auf der Basis von Calciumsulfat behält auch bei sommerlichen Temperaturen seine Qualität und seine vorteilhaften Eigenschaften. Wichtig ist nur, dass einige Hinweise beachtet werden:  Die Mörteltemperatur sollte 25°C nicht überschreiten. Bei höheren Temperaturen kann die Kristallbildung verzögert oder geschädigt werden. Das Ergebnis wäre eine verminderte Früh- und Endfestigkeit,

 
 

 

 

Bei Raumtemperaturen über 35°C kann es zu einer schnelleren Verdunstung des überschüssigen Wassers an der Estrichoberfläche kommen - der Estrich „verdurstet". Unter ungünstigen Umständen können sich Risse durch plastisches Schwinden bilden. Dieser Effekt kann auch auftreten, wenn bei der Altbausanierung der Fließestrich in Räumen mit sehr trockenen Wänden eingebaut wird.  Doch es gibt einfache Möglichkeifen, diesen Problemen vorzubeugen:

 

   
 

Erhöhung des Fließmaßes des Estrichmörtels um 1 bis 2 cm, um das Wasserabsetzen zu verstärken. Ein größerer Wasserfilm an der Oberfläche verhindert das Austrocknen.

Aufheizen des Estrichs durch direkte Sonneneinstrahlung in der Abbindephase vermeiden.

Absolute  Vermeidung  von Zugluft während des Abbindens! Alle Fenster und Öffnungen müssen verschlossen werden.

Begehbarkeit erst nach 2 bis 3 Tagen, damit auch bei verzögerter Festigkeitsentwicklung ausreichende Sicherheit gegeben ist. Bei Beachtung dieser Vorsorgemaßnahmen gibt es keinen Grund, warum die Sommerzeit nicht auch Fließestrichzeit sein sollte.

 
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