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Kurz und trocken
CaIciumsulfat-Estriche:
schnell und volumenstabil getrocknet
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Voreilige Vorurteile
Kurze Bauzeiten
stellen heutzutage einen der wichtigsten Faktoren im Baugeschehen dar.
Doch der Baufortschritt stockt zumeist dann, wenn die Bauteile erst
einmal trocknen müssen - vor allem beim Estrich. |
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Eine Woche ohne
Trocknung: Kondenswasser am Fenster |
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Bei herkömmlichen
Zementestrichen müssen rund 28 Tage angesetzt werden. Hier gilt seit
jeher die Regel: Bloß nicht zuviel lüften! Eine Beschleunigung des
Austrocknens, zum Beispiel durch häufiges Lüften, ist sehr riskant,
führt zu geringeren Festigkeiten und birgt die Gefahr von Rissbildung
und Schüsseln in sich. Diese Gefahr besteht bei Estrichen auf der
Basis von Calciumsulfat nicht. Sie binden sehr schnell und
volumenstabil ab. Ihre Trocknung kann deshalb schon nach zwei Tagen
beschleunigt werden. Dennoch hält sich da und dort hartnäckig die
Meinung, Calciumsulfatestrich trockne nicht - ein voreiliges
Vorurteil, wie zahlreiche Untersuchungen im Labor und auf Baustellen
immer wieder belegen. Im Gegenteil: Dieser Baustoff erreicht kurze
Trocknungszeiten und erzielt damit einen schnellen Baufortschritt. |
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Luftaustausch und Bewegung
Ohne Luft kann
nichts trocknen. Das Prinzip der Trocknung lässt sich in drei
Schritten zusammenfassen: „Erstens: trockene Luft über den Estrich
leiten. Durch zusätzliche Erwärmung kann die Feuchtigkeitsaufnahme der
Luft noch gesteigert werden. Zweitens: diese feuchte Luft schnellstens
vom Bauteil entfernen. Drittens: den Vorgang so lange wiederholen, bis
das Bauteil trocken ist", wie es der Estrich-Sachverständige Goetz
Blaeßius darstellte. In seinem vielbeachteten Vortrag auf der ersten
IGE-Tagung für Estrichunternehmer in Kassel demonstrierte Blaeßius
verschiedene Möglichkeiten, Estrichflächen zu trocknen. Drei Faktoren
sind also bei der Trocknung entscheidend:
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eine gute Lüftung oder Luftentfeuchtung,
-
die
erhöhte Luftbewegung im Raum,
-
zusätzliches Beheizen.
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Genug Luft zum Trocknen
Die Lüftung bringt bei optimalen
Verhältnissen sehr gute Ergebnisse, vor allem dann, wenn die Luft im
Bauwerk zusätzlich erwärmt wird. Ein freier Luftaustausch, günstige
Innen- und Außentemperaturen sowie eine niedrige Feuchtigkeit der
Außenluft begünstigen die schnelle Austrocknung. Unzulänglichkeiten
beim Einbau oder bei der Lüftung zögern jedoch die schnelle Trocknung
hinaus: Wenn beispielsweise zuwenig gelüftet wird oder die Fenster nur
gekippt werden können, braucht der Estrich wesentlich länger, bis er
trocken ist. Das Produkt Caldumsulfat-Fließestrich kann also nicht nur
schneller eingebaut, sondern auch schneller getrocknet werden. Das
Prinzip dabei lautet: Je mehr Luft, desto schneller. |
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Trocknende Fakten
Weil der Abbindeprozess von Estrichen
auf Basis Calciumsulfat schon wenige Tage nach dem Einbau im
wesentlichen abgeschlossen ist, bietet sich eine unterstützende
Trocknung geradezu an. Alternativ zur Lüftung können Luftentfeuchter
und Ventilatoren eingesetzt werden. Sie sorgen unabhängig von
klimatischen Bedingungen für die nötige Entfeuchtung und die Bewegung
der Luft. |
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Klimaschreiber zur Messung der Trocknung |
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Neuere Untersuchungen der IGE in
Zusammenarbeit mit dem Sachverständigen Heinz-Dieter Altmann haben
ergeben, dass diese Maßnahmen die Trocknungszeiten erheblich verkürzen
helfen. Die Ergebnisse zeigen auch, wie stark die einzelnen Faktoren
ineinanderwirken (siehe Tabelle). So wurde an 35 mm dicken
Estrichscheiben durch den Einsatz von Luftentfeuchtern die Restfeuchte
von ein Prozent nach 15 bis 20 Tagen erreicht. Wenn die Luft durch
Ventilatoren zusätzlich umgewälzt wurde, erreichte der Estrich diesen
Wert bereits nach 7 bis 13 Tagen, also in der Hälfte der Zeit. Die
Erwärmung der Raumluft um ca. 7 Grad verkürzte den Trocknungsprozess
noch einmal um die Hälfte: Bereits nach 7 Tagen wurden zum Teil
Restfeuchten von unter 0,5 Prozent erreicht - ein Drittel der Zeit des
ersten Versuchs. |
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Schneller als gewohnt
Die Verkürzung der Trocknungszeit hat
indes keinen Einfluss auf die Qualität des Estrichs. Durch seine
stofflichen Eigenschaften bleibt Calciumsulfatestrich volumenstabil,
behält seine Festigkeit und schusselt nicht. Der Zeitvorteil, den der
Estrichleger aus dem schnellen Einbau gewinnt, bleibt nicht nur
bestehen, er wächst sogar noch an. Die bislang gemachten Erfahrungen
demonstrieren, dass bei richtiger Handhabung die Trocknungszeit in der
Praxis zumindest halbiert werden kann - ein Vorteil, der auch für
Entspannung im Umgang mit den Folgegewerken sorgt. Wer nur Erfahrung
mit Zementestrichen hat, mag sich darüber wundern. Der Planer oder
Bauherr jedoch, der Estriche auf Basis Calciumsulfat einsetzt, nutzt
die Vorteile dieses innovativen Baustoffs. Dann geht oft alles
wesentlich schneller als gewohnt ...
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Diese Untersuchungen
zur Verkürzung der Trocknungszeit unter Labor- und
Baustellensituationen wurde von der IGE in Zusammenarbeit mit dem Estrich-Sachverständiger
Dipl.-Chem. Heinz-Dieter Altman durchgeführt. |
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| Wände eine
Woche nach Trocknungsbeginn. Deutlich erkennbar ist die aufsteigende
Feuchtigkeit im gesamten Baukörper. (Alle Fotos: Altmann) |
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