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Der Boden ist
zwar ein eher unauffälliges, gleichwohl aber ohne Zweifel eines der
wichtigsten Bauteile eines Gebäudes. Der Estrich muss in den rund 60
Jahren seines Lebens schließlich ganz erhebliche Belastungen über
sich ergehen lassen und seine Aufgabe trotzdem immer perfekt
erfüllen, denn ein vorzeitiger Austausch wäre sehr kostspielig. In
den letzten Jahrzehnten sind aber nicht nur die technischen, sondern
auch die ästhetischen Ansprüche an einen Boden gestiegen: Während
Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch eher die Zweckmäßigkeit die
Wahl des Baustoffs bestimmte, wurde die Fläche unter unseren Füßen
nach und nach auch von Architekten nicht mehr nur als „stummes“
Bauteil begriffen, sondern als wichtiges Gestaltungselement, das
vollwertig in das Raumkonzept eingeht. Dehnungsfugen, bei
„klassischen“ Zementestrichen gang und gäbe, werden zunehmend nicht
nur als Reklamationsfallen, sondern auch optisch als störend
empfunden.
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